Das Märchen vom Zeitmanagment

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Oder: Warum Organisation gerade in der Familie so wichtig ist

 

Ja ich gebe zu, auch ich habe unzählige Bücher zum Thema Zeitmanagment gelesen.

Apps und Programme ausprobiert und immer wenn es nicht geklappt hat, hab ich den Fehler bei mir gesucht. Aber er lag nicht bei mir. Und er liegt auch nicht bei Dir. Er liegt im Zeitmanagment an sich.

Man kann Zeit nicht managen, eine Sekunde ist eine Sekunde, eine Minute bleibt eine Minute und du kannst Dich auf den Kopf stellen, aber das Jahr wird weiterhin 365 Tage haben. (Außer wir haben Schaltjahr, aber dass liegt nicht an deinem Kopfstand!)

Jeglicher Versuch, den Tag möglichst genau durchzuplanen wird scheitern, denn eine Komponente wird selten berücksichtigt: Das Leben an sich!

Was bringt es Dir, Dich am Vorabend hinzusetzen, um all die Aufgaben zu planen, die Du am nächsten Tag erledigen willst oder musst, wenn in der Nacht Dein Kind plötzlich Magen-Darm bekommt und Dein Wäscheberg in Höhen wächst die schon fast ein Sauerstoffgerät erfordern?

Dabei ist es unerheblich, ob Du das auf die Familie oder auch auf den Job beziehst. Wie viele von uns haben einen Job, in dem man nicht beeinflussen kann, wann sogenannte „Störenfriede“ uns an der Abarbeitung unserer sorgfältig erstellten Listen hindern. Und am Ende des Tages stellt man fest, irgendwie ist die Liste der zu erledigenden Aufgaben ist irgendwie noch länger geworden, statt kürzer.

Sowas ist unglaublich unbefriedigend, vor allem, wenn man es Tag für Tag wieder erlebt.

Einer meiner Chefs sagte immer, „ja die Prioritäten müssen Sie selber festlegen!“ Einfach gesagt, wenn man Chef ist und darüber schimpfen kann, wenn die eigenen Prioritäten unter meterhohen Arbeitsstapeln vergraben liegen und auf die Erledigung warten.

Es funktioniert einfach nicht, die Zeit so durchzuplanen wenn man über Chef, Kinder, Mann, Telefon und Email verfügt.

Und jetzt? Kopf in den Sand stecken?

Nein, es gibt Lösungen. Und damit sind nicht die Radikallösungen gemeint, wie Kündigung oder Scheidung. 😉

  • Du brauchst ein System, welches Dir erlaubt, bei allen Gelegenheiten auf alle Möglichkeiten zurückgreifen zu können.
  • Du brauchst eine Grundordnung, die dafür sorgt, dass du Deine wertvolle Zeit nicht mit Suchen verbringst.
  • Du brauchst eine andere Sicht auf die Dinge, diese ist sogar noch viel wichtiger!

Diese drei Punkte System, Grundordnung und Sicht auf die Dinge, sind die Kernpunkte, die ich auf meinem Blog hier nun behandeln möchte.
Er ist mit mir gewachsen, er wurde teilweise stiefmütterlich vernachlässigt, aber nun habe ich richtig Lust, ihn mit neuem Leben zu füllen. Daher ist es durchaus möglich, dass sich die Ansicht in der nächsten Zeit ein wenig ändert, lass Dich überraschen und schau öfter mal vorbei.

Bis dahin möchte ich Dir ein paar Gedankenanstösse geben:

„Bei mir kann man vom Boden essen!“ – Klar bei mir auch, man findet immer was!

Ich wohne nicht bei Ikea oder im Möbelhaus, bei mir wird gelebt und da darf auch mal was rumliegen.

Wenn ich mit meinem Kind unterwegs bin (darf ich ihn mit seinen 11 Jahren eigentlich noch Kind nennen?) nehme ich den Druck raus, damit wir die Möglichkeit haben, spontan anzuhalten, um Dinge anzusehen, die uns auf dem Weg begegnen.

Bist du jemals im Tempo Deines Kindes spazieren gegangen? Ist es nicht unglaublich, wie viele faszinierende Dinge Kinder auf 10 Meter Weg entdecken, auf dem selben Weg, auf dem wir zum Einkaufen oder zur Arbeit hetzen ohne Zeit für einen Blick nach rechts oder links?

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4 thoughts on “Das Märchen vom Zeitmanagment”

  1. „Man kann Zeit nicht managen“ bin da nicht deiner Meinung, natürlich kann man sich die Zeit selbst einteilen. Auch wenn es bestimmte Vorgaben gibt, bleibt man immer noch flexibel – der Tag hat 24h, vielen nutzen das gar nicht aus und jammern 🙂

    1. Hallo Stefan, natürlich hast du Recht, es gibt viele, die die Zeit nicht nutzen und jammern. Ich bezog mich aber vor allem auf die, die sich jeden Tag die To-Do Liste bis an den Rand vollschreiben und danach frustriert sind, weil sie eben nicht alles geschafft haben, weil etwas unvorhergesehenes dazwischen gekommen ist. Und Du schreibst ja auch, der Tag hat 24 Stunden, genau so ist es und da kann man managen, wie man will, es werden nicht mehr oder weniger Stunden. 🙂

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